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Protest als Begrüssung zur Session!

Am heutigen Montag, 18. Mai 2020 führte die JUSO Stadt Luzern, zusammen mit SEEBRÜCKE Luzern, eine Aktion vor der Kantonsratssession durch. Damit will man auf die aktuell katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingscamps auf Griechenland aufmerksam machen. Ausserdem wurde in der ausserordentlichen Session des Kantonsrats über die Dringlichkeit einer Motion der SP-Kantonsrätin abgestimmt, welche den Bund zum Handeln auffordert.

Am letzten Montag, 11. Mai 2020, wurde eine Petition laciert, welche den Kanton auffordert, sich beim Bund u.a. für die Evakuierung des Camps Moria einzusetzen. Gleichzeitig soll Bereitschaft signalisiert werden, selbst geflüchtete Menschen im Kanton unterzubringen und die Kapazität der Asylzentren voll auszulasten. Zum aktuellen Zeitpunkt haben über 500 Personen die Petition unterzeichnet.

In Camp Moria leben zurzeit über 20’000 Menschen, obwohl das Lager für 3’000 konzipiert wurde. Die Menschen, welche sich im Camp aufhalten, haben keine Chance sich an ein Minimum von Hygienemassnahmen zu halten. Auf 1’500 Mensch kommt ein Wasserhahn, sanitäre Infrastrukturen sind nur spärlich vorhanden und das Einhalten von Distanzregeln ist unmöglich. Mit der heutigen Aktion wurden genau diese Umstände den Kantonsrätinnen und Kantonsräte visuell präsentiert. Die Schweiz verfügt über alle möglichen Ressourcen geflüchtete Menschen aufzunehmen und die Kapazitäten unserer Asylzentren voll auszulasten. Dies fordert auch SP-Kantonsrätin Sara Muff in ihrer dringlich eingereichten Motion, welche heute zur Abstimmung gekommen ist.

 

Lancierung Petition: Evakuierung Moira

Am 11. Mai lancierte JUSO Stadt Luzern, zusammen mit Seebrücke Luzern, eine Petition, welche die Luzerner Kantonsregierung auffordert, sich beim Bund u.a. für die sofortige Evakuierung vom Flücht- lingscamp Moria in Griechenland stark zu machen. Gleichzeitig soll Bereitschaft signalisiert werden geflüchtete Menschen, auch im Kanton Luzern aufzunehmen.

In Camp Moria müssen zurzeit über 20’000 Menschen unter unmenschlichen Bedingungen leben. Auf 1’500 Menschen kommt ein Wasserhahn, sanitäre Infrastrukturen sind nur spärlich vorhanden und die Möglichkeit der Einhaltung von Hygienestandards ist unmöglich. Während wir Grosskonzerne retten und Millionenbeträge an Dividenden ausgeschüttet werden, verschlimmert sich die Situation in den Flüchtlingslagern auf Griechenland stetig. Solidarität in Zeiten von Corona wird grossgeschrieben. «Wir sitzen alle im gleichen Boot». Leider nein, wir kämpfen vielleicht gegen denselben Sturm an, aber im selben Boot sitzen wir nicht.

Am 18. Mai 20 wird, in der Sondersession des Kantonsrates, eine dringliche Motion der SP-Kantonsrä- tin Sara Muff behandelt, welche den Bund zum Handeln auffordert. Eine Vertagung oder Ablehnung dieser dringenden Motion erachten wir als äusserst bedenklich!

Die Schweiz verfügt über alle Möglichkeiten, sich daran zu beteiligen, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Wir fordern eine klare Stellungnahme der Kantonsregierung und fordern diese auf, sich beim Bund für die sofortige Evakuierung einzusetzen.

Die JUSO Stadt Luzern schickt Skandar Khan das zweite Mal ins Rennen!

Nach internen Besprechungen kam die Wahlkampfleitung zusammen mit Skandar Khan zum Entschluss, nochmals für den zweiten Wahlgang des Stadtrates anzutreten. Bestärkt unter anderem durch das erfolgreiche Erstresultat. 

Das Ergebnis nach dem ersten Wahlgang zeigt deutlich auf, dass die Bevölkerung die Junge Linke im Rennen um den Exekutivsitz unterstützt und deren Forderungen ernst nimmt. Es ist Zeit, dass junge Stimmen nicht nur im Parlament, sondern auch in der Exekutive vertreten sind – damit sie das Luzern ihrer Zukunft formen können.

Die Junge Linke beharrt auf ihre Mitsprache! 

Dass Skandar Khan nochmals antreten wird, war deutlich gewesen. Aufgrund seiner erhaltenen Stimmen kommt es seinen Wähler*innen nur gerecht, dass er mit seiner Kandidatur die Auswahl nochmals breiter fächern wird. Das Wiederantreten untermalt den Anspruch auf den Sitz, der nicht mehr ein Ding der Unmöglichkeit ist. Die Junge Linke hat sich mit ihrem Ergebnis in die der etablierten Parteien eingereiht und kämpft als ernstzunehmende Konkurrenz. Es ist ein Zeichen, dass die Junge Linke mit allen Mitteln die Politik mitgestalten will und jede Möglichkeit dafür ergreift. 

Luzern benötigt eine linke Mehrheit im Stadtrat für soziale Lösungen!

Die JUSO Stadt Luzern strebt eine linke Mehrheit im Stadtrat an, um endlich wirksame Maßnahmen zur Lösung der sozialen Frage voranzutreiben. Die bürgerliche Politik von Franziska Bitzi-Staub und Manuela Jost hat den Fokus zu fest zugunsten der Wirtschaft und des Tourismus ausgelegt, zum Nachteil der Anliegen aus der Bevölkerung. 

„Privatisierungen im Service Public und eine liberalere Wohn- und Wirtschaftspolitik bringen nicht das Beseitigen der aktuellen Problemen, sondern haben viele selber zu verschulden.“, so Stadtratskandidat Skandar Khan. Die steigenden Mieten, welche für viele nicht mehr bezahlbar sind, die schwindende freie Kulturszene, die sich vermehrt Renditengewinnen unterwerfen muss und privatisierte Kitas, welche teilweise durch schlechte Arbeitsbedingungen und zu hohen Beitragskosten auffallen, sind Beispiele dieser negativen Auswirkung für die Luzerner Bevölkerung. Auch die Klimakrise beabsichtigt man auf dem Buckel der Geringverdienenden zu lösen, statt die Privatwirtschaft in die Verantwortung zu nehmen.

Für die JUSO Stadt Luzern und die Junge Linke ist klar, dass ein exekutiver Wandel bitter nötig ist. Es braucht mehr Weitsicht, eine klare Vision und einen konsequenten Einsatz für die Menschen, um die Probleme dieser Stadt anzugehen. Wir streben ein soziales, ökologisches und vielfältiges Luzern an, welches für alle dieselben Chancen bietet.

Damit die heutigen Themen in vier Jahren nicht mehr in diesem Ausmaß zur Debatte stehen, benötigt es Skandar Khan im Stadtrat!

Fazit der städtischen Wahl des 29. März

Das vorgestrige Wahlresultat zeigt eines deutlich: Die linken Bestrebungen einer sozialen und ökologischen Stadt Luzern und die Jungen finden in der Bevölkerung Unterstützung. Auch die Resultate der JUSOplus widerspiegelt dies – trotz Sitzverlust. 

Die Unannehmlichkeiten der Covid-19-Pandemie verhinderten glücklicherweise die städtischen Wahlen nicht. Die Wahlbeteiligung unter diesen Umständen, welche höher war als vier Jahre zuvor, ist zufriedenstellend. Auch wenn der gesamte Verlauf des Wahlkampfes unter besonderem Licht stand, erfreut das Resultat und die Anzahl an Kandidierenden. 

Jungpolitiker*innen wollen vermehrt im politischen Geschehen mitsprechen. 

Die diesjährigen Wahlen standen besonders unter dem Fokus der Kandidaturen der Jungparteien. Kandidierende vierer Listen kämpften um die Plätze im Parlament. Dass sich so viele junge Menschen für die Politik engagieren, ist für die JUSO Stadt Luzern äußerst erfreulich – dies zeigt, dass die Jungen ihre Zukunft mitgestalten und nicht mehr alles Politische über ihre Köpfe ergehen lassen wollen! Auch in der Exekutive reden sie mit und können den bisherigen Stadträt*innen das Wasser reichen – ihre erhaltenen Stimmen des ersten Wahlganges sind höchst beeindruckend. Die Demonstrationen, soziopolitischen Entwicklungen und globale Krisen beschäftigen vermehrt die Jugend und ihr Mut, für die Ziele und Visionen öffentlich einzustehen, bezeugt die politischen Probleme. Die erhaltenen Stimmen zeigen auf, dass die Bevölkerung ihnen die politische Plattform und Chance geben möchte und sie den Rückhalt stellen. Die parlamentarische Vertretung der jungen Stimmen muss aber noch deutlich gesteigert werden! 

Die JUSO Stadt Luzern und der Vorstand spricht außerdem überparteiliche Gratulation an die Jungparteien und deren Erfolge aus.

Die JUSO Stadt Luzern ist sehr zufrieden und dankbar. Gleichwohl des parlamentarischen Verlustes. 

Das jungsozialistische Fazit: Eine gelungene Wahl! Stadtratskandidat Skandar Khan erreichte mit 7’308 Stimmen ein unglaublich starkes Resultat. Ungefähr 700 Stimmen mehr als die Kandidatur der Wahl 2016 und zweitausend über dem SVP-Kandidaten. Wenn man sich bewusst wird, dass Khan ein Neuling in der Luzerner Politszene ist, überrascht sein Ergebnis positiv. Sein Auftreten und seine Forderungen, besonders die in der Wohn- und Bauthematik, fanden Anklang.
Ärgerlich hingegen ist der knapp verpasste Sitz im Parlament. Anna Gallati hätte mit nur wenigen Listenstimmen mehr den JUSO-Sitz verteidigt. Trotzdem sind die 1’800 Stimmen ein tolles Ergebnis, welches sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit bekräftigt und für die kommende Zeit motiviert. Es ist sicher, dass Anna Gallati noch lange und laut die Luzerner Politlandschaft aufmischen wird: “Das wir nicht weiter im städtischen Parlament vertreten sind, schmerzt. Der Kampf für eine solidarische und gleichberechtigte Gesellschaft ist damit aber nicht zu Ende. Wir kämpfen weiter und sind nun umso lauter. Wenn nicht im Parlament, so  vermehrt auf den Strassen und durch außerparlamentarische Aktionen.”

Das Ende der Wahlzeit öffnet nun Raum für neue Projekte und Forderungen.

Die Wahlkampfforderungen werden weiterverfolgt. 

Die Inhalte des Wahlkampfes werden auch noch in kommender Zeit die zentrale Rolle des jungsozialistischen Engagements spielen. Das Stimm- und Wahlrechtsalter 16 und für Ausländer*innen hat eine hohe Priorität, besonders aufgrund des aktuellen, jugendlichen Willens zur Mitbestimmung. Diese muss dringendst auf politischer Ebene gefördert und möglich gemacht werden. Die Aufwertung Luzerns, u.a das carfreie Inseli und die autofreie Bahnhofstrasse, muss endlich umgesetzt werden. Weiter setzen sie sich für eine autofreie Stadt ein, welche einen im ganzen Kanton stark vernetzten und kostenfreien ÖV bietet. Damit Luzern eine klimaneutrale Verkehrslösung schafft. Auch die Forderung nach sicher subventionierter Lokalkultur und Unterstützung der freien Szene und Kleinkunst wird eine grosse Thematik bleiben. Das unabhängige Jugendzentrum muss den Platz erhalten. 

Die Entscheidung zum zweiten Wahlgang noch ausstehend.

Ob Skandar Khan zum zweiten Wahlgang für den Stadtrat antritt, steht noch intern zur Debatte. Klar und deutlich ist, dass die JUSO Luzern eine linke Mehrheit im Stadtrat anstrebt.

 

Keine öffentlichen Gelder für private Gewinne!

Der VBL-Skandal zeigt eines deutlich auf. Halbprivate Unternehmen im Service Public sind stark korruptionsanfällig. Es besteht ein Widerspruch: Die Unternehmen müssen einerseits einen öffentlichen Auftrag erfüllen, den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Und andererseits sollen sie gewinnorientiert handeln. Dadurch entsteht eine Verflechtung von politischen und wirtschaftlichen Interessen. Welche Interessen vertritt nun Stadtrat Martin Merki? Die Gewinnmaximierung der VBL, in dessen Verwaltungsrat er Einsitz nimmt, oder die Erfüllung des öffentlichen Auftrages, für welche er vom Volk gewählt wurde?

JUSO-Stadtratskandidat Skandar Khan fordert deshalb: Keine öffentlichen Gelder für private Gewinne! «Die Stadt muss die öffentlichen Aufgaben klar definieren und diese selbst, und im Interesse der Bevölkerung ausführen. Durch die Vermischung von öffentlichen und privaten Interessen werden Steuergelder in die Taschen von Privatpersonen gespült. Dies ist den Menschen gegenüber nicht ehrlich.»

Der VBL-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs. Er steht aus der Sicht der JUSO für eine problematische Strategie, mit welcher ein krankes System unterstützt wird. Ein weiteres Beispiel dafür sind die Betreuungsgutscheine. Statt selber Kitas anzubieten und die Familien bei den Beiträgen zu entlasten werden drei Millionen Franken für Beitragsermässigungen eingesetzt. Trotz Subventionen gibt es in Luzern Familien, die bis zu 24’000 Franken für die Kinderbetreuung ausgeben. Gleichzeitig gelten die Arbeitsbedingungen für Betreuungsangestellte als schlecht und die Qualität der Kitas als sinkend. Die Stadt betreibt also keine Familienpolitik, sondern fördert indirekt die Gewinne von Kita-Besitzer*innen auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.

Nur wenn der Service Public ganz in der öffentlichen Hand liegt, kann der Widerspruch von politischen und wirtschaftlichen Interessen gelöst, und damit Vetternwirtschaft und Korruption verhindert werden. Die JUSO Stadt Luzern fordert deshalb eine klare Trennung von öffentlichen und privaten Aufgaben und einen starken Ausbau des Service Public.

 

JUSOplus fordert mehr Raum für Kultur

Zwei grosse Verluste werden Luzerns Nacht- und Kulturleben stark verändern: Das Ende des langjährigen und bekannten Uferlos am Geissensteinring und der Metzgerhalle am lebendigen Trottoir der Baselstrasse 1. Ein Rückblick zeigt, dass Kulturraum immer wieder vernachlässigt und verdrängt wurde.

Die Kultur und deren Schaffende stehen seit Jahren unter Sparbeschuss von Rechts und Bür- gerlichen. Kreativität und freie Kunst werden durch die andauernde Profitmaximierung stark eingeschränkt. Aktuelles Beispiel: Der Austritt Ebikons aus der Regionalkonferenz Kultur (RKK) zeigt, wie die Subventionierung regionaler Kultur als nichtig betrachtet wird. Erst 2017 kürzte der Kanton die Zahlungen zur Unterstützung und Förderung des Kulturprogrammes – im Jahr darauf lockerte er aber wieder das Sparen in diesem Bereich. Trotzdem wird werden die An- liegen, besonders die alternative und freie Szene, belächelt nur begrenzt in den Diskurs mit- einbezogen.

Luzerns jüngere Geschichte ist vom Kultursterben geprägt.

Blickt man zeitlich zurück, stösst man auf viele Momente, in denen die freie Szene, Kultur- schaffende und zentrale Freiräume verdrängt wurden. Der gesamten Tribschenüberbauung mussten viele Treffpunkte weichen, manche konnten von Glück reden, einen Ersatz gefunden zu haben. Der Wärchhof (heute das Treibhaus) und der alte Spielleute Pavillon (heute der Theater Pavillon) sind die wenigen Kulturstätten, die nach langem Drängen und Kämpfen der damaligen Betreiber*innen einen gut gelegenen Ersatz erhielten. Das ganze Frigolex-Areal ging ersatzlos verloren. Der grösste Schock für die Kulturszene war das Ende der BOA – ein für Luzern einzigartigen Ort, der sich nicht den bürokratischen Normen und Regeln unterworfen hatte und durch dessen Autonomie den Menschen unglaubliche Freiheiten für die eigene Ent- faltung dargeboten hatte. Ein Immobilienmakler war der Anfang des Endes gewesen. Die Nut- zung des Gewerbegebäude mit der Bude und Tamilenschule wurde beendet, da die CSS als Pächterin das Treiben nicht mehr dulden wollte und das architektonisch schützenswerte Ge- bäude für einen Neubau abreissen möchte.

Die Gundula und Pulpa als aktuellere Forderungen für mehr Zwischennutzungen von leerste- hendem Raum wirbeln heisse Diskussionen auf, ob es denn gerecht sei, ein Haus zu besetzen, wenn dieses ungenutzt bleibt. Insbesondere in Anbetracht der momentanen Wohn- und Frei- raumsuche in Luzern ist es eine Missetat, wenn sich die Stadt klein macht und von der Problematik wegschaut. Selbstverständlich muss die Stadt dafür sorgen, dass Raum dem Menschen und nicht der Profitgier zugesprochen wird. Das Neubad ist ein Parade- beispiel für eine gelungene und belebte Zwischennutzung, die eine Aufwertung für das Quar- tier ist und eine unglaublich starke Signalwirkung gegen aussen hat. Die Zahl der ermöglichten Zwischennutzungen hatte sich in den vergangenen Jahren zwar verbessert, dennoch haben es die Forderungen danach stets schwer.

Renditen und Profitmaximierung beschränken immer stärker die Kulturszene und engen den Menschen im freien Schaffen ein.

Immer mehr konzentrieren und kommerzialisieren sich Kunst und Kultur, sodass kleine und junge Stätten wie auch Freischaffende wenig Überlebenschancen haben. Aus der Kultur wurde ein finanzieller Wettbewerb, der dafür sorgt, dass neue Kreativszenen es ungemein schwer haben, aufzuleben. Nicht bloss die Schaffenden werden dadurch benachteiligt, auch die Kon- sumierenden sehen sich gezwungen immer teurere Preise und Tickets in Kauf zu nehmen, um Kultur zu geniessen. Gleichzeitig sind die Entschädigungen der Schaffenden knapp am Exis- tenzminimum. Raum wird ver- und überbaut, sodass in der Stadt Luzern zentral gelegene Treffpunkte gänzlich verschwinden oder verdrängt werden. Der Rückblick zeigt, dass diejeni- gen mit dem Geld, für den Selbstzweck und Renditenprojekte ganzen Gestaltungsformen. Die Verdichtung der Innenstadt lässt keinen anderen Platz mehr über. Die Menschen werden durch Normen und Richtlinien gestrählt und laute wie auch wilde Formen der Achtziger- und Neunzigerjahre sind zum Schweigen gebracht worden.

Die Leistungsgesellschaft vergisst mehr und mehr die Auszeit!

Eine Gesellschaft braucht Ablenkung, Freizeit, ein ausgewogenes Pendant zum Arbeitsalltag und gemeinsame Nenner – Kunst und Kultur sind wichtiger Teil davon. Ob als Konsument*in oder als Schaffende*r wird einem der Horizont geöffnet und der Kopf durchgelüftet, was bei den steigenden Erwartungen in unserer Leistungsgesellschaft dringend von Nöten ist. Eine Stadt lebt von Menschen und Menschen leben dort, wo sie sich dem Druck des Alltags entle- digen können!

Eine symbolische Beerdigung!

Aufgrund der aktuellen Situation mit dem COVID-19 Virus und den Richtlinien des BAG hat die JUSO Stadt Luzern beschlossen die geplante Aktion am Samstagmorgen abzusagen. Der auf den Social-Media-Kanälen der JUSO Stadt Luzern publizierte Kurzfilm repräsentiert die Profit- gier weniger, die die kleine und alternative Kulturszene in deren Freiheit beschränkt hatte. Sie können diesen auch hier herunterladen.

Die JungsozialistInnen und Junge Linke der Stadt Luzern fordern mehr Toleranz, Akzeptanz und Förderung der Luzerner (Jugend-)Kultur:

  • Kultur darf keine Kostenfrage sein! Die regionale Subventionierung muss gesetzlich gesi- chert und für die Konsument*innen leistbar sein!
  • Luzern benötigt wieder ein unabhängiges Jugendkulturzentrum, welches sich nicht den bürgerlichen Leitplanken unterwirft!
  • Leerstehende Räume müssen zwischengenutzt und für Menschen und nicht für Profite genutzt werden!
  • Treffpunkte, Kulturstätten und Orte zur kreativen Entfaltung müssen zentral behaltet blei- ben und dürfen nicht verdrängt werden!
  • Überbauungen und neue Quartiere müssen mehr Platz für Kultur und Begegnungszonen darbieten!
  • Offener Umgang mit neuartigen Formen und mehr Wille und Mut für Projekte und Ver- änderungen!

Strassenschilder zeigen Vielfalt der Stadtluzerner Bevölkerung

Die Stadt Genf hat es vorgemacht: Auch Frauen sollen auf den Strassenschildern und damit verstärkt im öffentlichen Raum sichtbar sein. Ein Postulat der SP/JUSO-Fraktion fordert dies auch in der Stadt Luzern. Dank einer Aktion der JUSO zum internationalen Frauentag am 8. März kann sich Luzern bereits ein Bild davon machen.

Das Zeichen des Grossen Stadtrats im letzten November war klar: mit einer städtischen Fachstelle für die Gleichstellung soll ein Zeichen für eine vielfältige Stadtbevölkerung ges etzt werden. Bereits jetzt mit der städtischen Charta für die Gleichstellung von Frau und Mann ist es das Anliegen, Stereotypen in allen Tätigkeitsbereichen der Stadt Luzern abzubauen. Dies gilt auch für den Verkehr und den öffentlichen Raum.

Mit einem Postulat fordert die SP/JUSO-Fraktion den Stadtrat auf, die Übernahme der vielfältigen Strassenschilder „Fussgängerstreifen“ der Stadt Genf für die Stadt Luzern zu prüfen. Genf hat Anfang Jahr die Hälfte ihrer Strassenschilder mit Piktogrammen von Schwangeren, älteren, dickeren, dünneren Frauen ersetzt. Statt einer Figur, die eindeutig als Mann zu erkennen ist, werden mit den vielfältigen Abbildungen Frauen im öffentlichen Raum sichtbarer. Dies soll auch in der Stadt Luzern geschehen.

„Mit der Veränderung der Strassenschilder leisten wir einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern, in einem Bereich, wo wir uns unbewusst von Stereotypen beeinflussen lassen“, sagt Maria Pilotto, Mitverfasserin des Vorstosses. Dank einer Aktion der JUSO Stadt Luzern, sind in Luzern am internationalen Tag der Frau vom 8. März 2020 die neuen Schilder bereits versuchshalber Teil des Strassenbildes. Priya Kumar, Grossstadtratskandidatin der JUSO Stadt Luzern: „Gerade wir Jungen wünschen uns, dass alle Menschen unabhängig vom Geschlecht, der Herkunft oder Sexualität gleich behandelt werden. Das bedeutet auch eine gleiche Sichtbarkeit von Männern und Frauen im öffentlichen Raum.“

Offener Brief: Fetisov Journalism Awards

Offener Brief für die Absage der «Fetisov Journalism Awards»

Der Journalismus ist ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie. Als sogenannte «Vierte Gewalt» sorgen die Medien für einen stets kritischen Blick auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse. Möglichst unparteiisch sollte diese Berichterstattung sein, um der Bevölkerung einen neutralen Einblick in die Weltgeschehnisse zu gewähren. Die Unabhängigkeit des Journalismus von politischen und wirtschaftlichen Interessen ist somit die wichtigste Grundlage für eine freie Demokratie.

Doch genau diese Unabhängigkeit gerät durch die Einmischung von Superreichen in Bedrängnis, indem diese haufenweise Medienhäuser aufkaufen. Dadurch entsteht eine Polarisierung und Verschmelzung von grossen Medienhäusern. Statt neutral zu Berichten wird zunehmend «Meinungsmache» betrieben. Es ist sehr bedenklich, dass einflussreiche und wohlhabende Menschen in den freien Journalismus eingreifen und diesen für ihre persönlichen Zwecke missbrauchen. 

Dass nun superreiche Oligarchen nicht nur die Medien kontrollieren, sondern sogar den Journalismus bewerten wollen, ist aus unserer Sicht ein absolutes No-Go. Eine glatte Ohrfeige ins Gesicht des unabhängigen Journalismus. Deshalb bitten wir Sie, die Durchführung der «Fetisov Journalism Awards» am 22.Januar 2020 im Hotel Schweizerhof zu streichen, um ein Zeichen für den unabhängigen Journalismus zu setzen!

Die Glaubwürdigkeit des Veranstalters und Stifters, der russische Milliardär Gleb Fetissow, ist äusserst fragwürdig. Bereits die Geschäfte in seiner wirtschaftlichen Laufbahn sind umstritten und endeten sogar mit einem anderthalbjährigen Aufenthalt in der Untersuchungshaft wegen des Verdachtes auf Veruntreuung. Nachdem er vergeblich versuchte, in das Medienbusiness einzusteigen – obwohl er zuvor kaum etwas mit Journalismus zu tun hatte – will er nun den höchst dotierten Preis für «guten Journalismus» verleihen. 

Die Mitglieder der Jury brillieren zwar auf den ersten Blick mit hoher Integrität. Zwei derer sind jedoch sehr umstritten. Deborah Bergamini arbeitete im PR-Team für Silvio Berlusconi und sitzt immer noch für seine rechts-konservative Partei «Forza-Italia» in der Abgeordneten-kammer. Ihr Abgang aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RAI war begleitet von Vorwürfen der Absprache mit den Berlusconi-Sendern. 

Das zweite Kontroverse Mitglied der Jury, Guy Mettan aus Genf, politisierte jahrelang für die CVP und sitzt nun als Parteiloser im Genfer Grossrat. Er hat ein Buch über die «Russophobie» verfasst, in welchem er sich klar pro-russisch positioniert und unter anderem den Krieg in der Ukraine nicht als «Krieg» bezeichnet.

Wir bitten Sie, unsere Bedenken ernst zu nehmen und die «Fetisov Journalism Awards» abzusagen. Es wäre ein bedeutendes Zeichen gegen die zunehmende Kontrolle durch Superreiche und ein klares Signal für den unabhängigen und neutralen Journalismus! Wir erwarten eine klare Stellungnahme zu unserem Anliegen.

125 Jahre JUSO Stadt Luzern

Die JUSO Stadt Luzern feiert ihr Jubiläum und blickt dabei auf eine lange Bestehensgeschichte der jungsozialistischen Bewegung in Luzern zurück. Mit einem Fest im Treibhaus Luzern soll dieser historischen Zahl alle Würde gemacht werden. 

1894 – Sechs Jahre nach Gründung der SP, formierten sich in Luzern junge sozialdemokratisch Denkende zu einer Bewegung, die der Politik und der Gesellschaft neuen Wind brachte. Gesamtschweizerisch die Vorreitergruppe der noch nicht gegründeten JUSO, welche erst 1906 offiziell Partei wurde.  Seitdem hatten sich die Jungsozialist*innen in der Schweiz zu einem festen, provokanten und lauten Bestandteil der Polit- und Medienwelt entwickelt. 

125 Jahre später spricht die JUSO Stadt Luzern stets noch in politischen Debatten mit und zeigt Präsenz in der Stadt und auf der Strasse. Aktuell steckt sie inmitten eines weiteren Wahlkampfes, um die junge Linke 2020 in den luzernischen Stadtrat und Grossstadtrat zu buxieren. Und als Abschluss des Jahres 2019 feiert sie ihr Jubiläum im städtischen Jugendkulturhaus Treibhaus. 

Am Samstag, dem 7. Dezember, organisiert sie einen bunten, abwechslungsreichen Anlass, der bekräftigen und gleichzeitig den politischen Konkurrenzkampf für einen Moment in den Hintergrund stellen sollte. Das Programm prägen unter Anderem ein geschichtlicher Rückblick durch Simon Roth (Grossstadtrat SP), Talks mit Beat Züsli (Stadtpräsident und Stadtratskandidat SP), Skandar Khan (Stadtratskandidat JUSO) und Priya Kumar (jüngste Kandidatin Grossstadtrat JUSO) und ein Konzert der im Februar 2019 gegründeten Band Taktlos. Für CHF 5 darf man ab 18:00 Uhr bis frühmorgens teilnehmen und miteinander anstossen.

 

JUSO Stadt Luzern nominiert für die Wahlen 2020

Die JUSO Stadt Luzern stellt auf ihrer JUSOplus-Liste 23 junge Kandidierende vor. Mit einer
vielfältigen Liste zeigt die JUSO, dass sie weiterhin als starke Kraft im politischen
Geschehen Luzerns mitmischt. Wir steigen motiviert und voller Energie in den Wahlkampf.

Was ist JUSOplus?

Jung: Mit Priya Kumar (Geburtsdatum: 06.07.2000) kandidiert die jüngste Kandidatin auf der JUSOplus-Liste. Das Durchschnittsalter liegt bei 24 Jahren. Es sollen die Jungen sein, welche über ihre Zukunft entscheiden können.

Vielfältig: Es kandidieren Lehrlinge, Studierende, Büezer*innen und Kulturschaffende.

Engagiert: Unsere Kandidierende sind nicht nur im Politischen mit Herzblut dabei. Sie sind auch in Quartiervereinen, Kulturvereinen oder zivilgesellschaftlichen Bewegungen aktiv.

So verschieden die einzelnen Kandidierenden auch sind, eines haben sie gemeinsam; Sie sind jung und stehen für ein linkes, weltoffenes und urbanes Luzern ein. Neben JUSO-Mitgliedern sind auch einige dabei, welche mit ihrer Kandidatur ihre politische Haltung zum Ausdruck wollen und sich an der nachhaltigen Gestaltung Luzerns beteiligen wollen.

 

Was wollen wir?
Eine Freie Gesellschaft!
  • Über die Zukunft müssen alle mitbestimmen können; deshalb fordern wir Stimm- und Wahlrechtsalter ab 16 Jahren und für Ausländer*innen!
  • Entkriminalisierung aller Drogen – Prävention fördern und Abhängige in den Alltag zurück integrieren!
  • Strukturelle Diskriminierung stoppen – gleiche Chancen für alle, unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Herkunft und dem Portemonnaie!
Vielfältige (Jugend-) Kultur!
  • Kultur darf keine Kostenfrage sein – sicher subventionieren und leistbar machen für alle!
  • Räume für Menschen statt Profite – die Stadt muss leerstehende Räume zwischennutzen!
  • Luzern braucht Orte frei von Konsumzwang, festgefahrenen Normen und bürokratischen Hürden; deshalb ein selbstverwaltetes Jungendzentrum!
Luzerner Lebensqualität!
  • Es herrscht Klimanotstand – die vorhandenen Lösungen müssen per sofort umgesetzt und Unternehmen in die Verantwortung gezogen werden!
  • Bürgerliches Verkehrschaos stoppen (Spange Nord) – Luzern autofrei und gratis ÖV für alle!
  • Zentraler, bezahlbarer Wohnraum für alle – damit Stadtflucht nicht die letzte Lösung ist!

An der gestrigen Nominationsveranstaltung der JUSO Stadt Luzern wurden Anna Gallati als Spitzenkandidatin für den Grossstadtrat und Skandar Khan als Exekutivkandidat, einstimmig von den Mitgliedern gewählt.

«Es muss ein Umdenken stattfinden. Die Möglichkeit
auf politische Mitbestimmung darf nicht vom Alter
oder der Herkunft abgängig sein. Denn die Zukunft
gehört nicht den ewig Gestrigen, sondern uns allen.
Für eine junge, soziale und offene Stadt Luzern!»

(Anna Gallati, Spitzenkandidatin Grossstadtrat)

«Gestalten wir ein Luzern, welches sich nachhaltig
entwickelt, genügend Platz zur freien Entfaltung
bietet und auch für Geringverdienende zahlbar ist.
Die soziale Frage muss im Vordergrund stehen, das
Stadtleben darf kein Privileg sein!»

(Skandar Khan, Kandidat Grossstadtrat, Kandidat Stadtrat)