Protest als Begrüssung zur Session!

Am heutigen Montag, 18. Mai 2020 führte die JUSO Stadt Luzern, zusammen mit SEEBRÜCKE Luzern, eine Aktion vor der Kantonsratssession durch. Damit will man auf die aktuell katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingscamps auf Griechenland aufmerksam machen. Ausserdem wurde in der ausserordentlichen Session des Kantonsrats über die Dringlichkeit einer Motion der SP-Kantonsrätin abgestimmt, welche den Bund zum Handeln auffordert.

Am letzten Montag, 11. Mai 2020, wurde eine Petition laciert, welche den Kanton auffordert, sich beim Bund u.a. für die Evakuierung des Camps Moria einzusetzen. Gleichzeitig soll Bereitschaft signalisiert werden, selbst geflüchtete Menschen im Kanton unterzubringen und die Kapazität der Asylzentren voll auszulasten. Zum aktuellen Zeitpunkt haben über 500 Personen die Petition unterzeichnet.

In Camp Moria leben zurzeit über 20’000 Menschen, obwohl das Lager für 3’000 konzipiert wurde. Die Menschen, welche sich im Camp aufhalten, haben keine Chance sich an ein Minimum von Hygienemassnahmen zu halten. Auf 1’500 Mensch kommt ein Wasserhahn, sanitäre Infrastrukturen sind nur spärlich vorhanden und das Einhalten von Distanzregeln ist unmöglich. Mit der heutigen Aktion wurden genau diese Umstände den Kantonsrätinnen und Kantonsräte visuell präsentiert. Die Schweiz verfügt über alle möglichen Ressourcen geflüchtete Menschen aufzunehmen und die Kapazitäten unserer Asylzentren voll auszulasten. Dies fordert auch SP-Kantonsrätin Sara Muff in ihrer dringlich eingereichten Motion, welche heute zur Abstimmung gekommen ist.

 

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