JUSO fordert Kompromissbereitschaft von Stadtrat

In der Nacht auf den Sonntag, 8. April haben rund 60 Aktivist*innen eine teilweise leerstehende städtischen Liegenschaft besetzt.
Wie einer heutigen Stellungnahme des Stadtrates zu entnehmen ist, fordert dieser die 
Besetzenden auf, bis morgen Donnerstag Vormittag um 09.00 Uhr die Räumlichkeiten Auf Musegg 1 zu verlassen. Er begründet dies damit, dass die besagten Räumlichkeiten von gesundheitsgefährdenden Schimmelsporen befallen seien.
Die JUSO ist von der stadträtlichen Begründung nicht restlos überzeugt und fordert deshalb ein unabhängiges Gutachten über den Zustand der Räumlichkeiten.

Bis ein solches Gutachten vorhanden ist, soll der Stadtrat die Belebung der Immobilie akzeptiert und legalisieren oder einen alternativen Freiraum zur Verfügung stellen. «Die jetzige und die Besetzungen der vergangenen zwei Jahre beweisen, dass das Bedürfnis nach unkommerziellen und unabhängigen Freiräumen in der Stadt Luzern ungebrochen ist», sagt Yannick Gauch, JUSO-Grossstadtrat. Lara Küenzi, Präsidentin JUSO Stadt Luzern ergänzt: «Der Stadtrat muss eine Vorbildfunktion einnehmen und die Besetzung vorerst tolerieren.» Schliesslich handle es sich bei der nicht-profitorientierten Nutzung leerstehender Liegenschaften um ein berechtigtes Anliegen.

MM Besetzung „auf Musegg 1“

Offener Brief an Luzerner Stadtrat

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