Medienmitteilung zur Tourismusaktion

Heute, Samstag, führte die JUSO Stadt Luzern vor dem Löwendenkmal in Luzern eine Aktion durch. Eine Gruppe von Mitgliedern begab sich mit Schlauchbooten auf den Teich, direkt vor dem Denkmal und präsentierte ein Transparent mit der Botschaft «Luzern ist mehr!». Damit wollte die JUSO auf die prekäre Entwicklung des Luzerner Tourismus aufmerksam machen.

Der Massentourismus ist in Luzern in den letzten zwei Jahrzehnten explodiert und macht bereits heute den Löwenanteil des Luzerner Tourismus aus. Trotzdem ist bei dieser Entwicklung kein Ende in Sicht, denn die Luzern Tourismus AG hält an ihrer einseitigen Vermarktungsstrategie stur fest. Tagestouristen verbringen nur wenige Stunden in Luzern, wo sie sich das Löwendenkmal und die Kappelbrücke anschauen, um anschliessend in Souvenir- und Uhrengeschäften einzukaufen.

Die traditionellen Branchen in Luzern – die Hotellerie und die Gastronomie – profitieren von diesem neuartigen Tourismus praktisch gar nicht. Die grossen Profiteure – die Uhrenbranche und Touristengeschäfte – kompensieren durch ihre geringen Steuerabgaben nimmer die verursachten Lasten des Massentourismus. Auf der anderen Seite stellen die gigantischen Ausmasse des Tourismus eine ernsthafte Belastung für die Bevölkerung und die Infrastruktur dar. Mit der Aktion beim Löwendenkmal wollte die JUSO auf diese problematische Entwicklung aufmerksam machen. «Wir wollen nicht, dass Luzern nur ein Selfie-Hintergrund ist», sagt JUSO-Stadtratskandidat Yannick Gauch.

Das Ziel der JUSO ist, dass in Luzern zunehmend ein sanfter Tourismus gefördert wird, welcher dazu einlädt hier mehrere Tage zu verweilen und einen Einblick in die effektiven Qualitäten Luzerns zu erhalten.
«Luzern ist mehr als das Löwendenkmal und die Uhrengeschäfte. Das soll bei der Vermarktung im Ausland auch gezeigt werden», findet JUSO-Grossstadtratskandidatin Abilasa Leuenberger.

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